Vor 3 Jahren habe ich begonnen, Fotografien, die nach Streifzügen durch verlassene Orte im Laufe der Jahre entstanden sind, zu einem Thema zusammenzufassen
und dafür den Arbeitstitel "Die letzten vier Dinge" zu wählen. In Anlehnung an die Transzendentalphilosophie
von Kant lautet der endgültige Werktitel
"Eine Reise in die Welt der Dinge".
1980 entstanden erste Zeichnungen und Fotografien von Objekten, die ich an vom Menschen aufgegebenen Orten gesammelt und archiviert habe. Diese vergessenen oder weggeworfenen Dinge waren plötzlich nicht mehr wertlos, sondern erzählten durch ihre künstlerische Aufwertung
eine Geschichte über eine erfundene Vergangenheit.
In der Folge kamen in Form von Malerei fiktive Fundorte hinzu, um den Objekten neben der zeitlichen eine räumliche Ordnung zu geben.
Aus dieser Arbeit heraus entwickelte sich der Prozeß,
auch die Fundorte räumlich und zeitlich neu zu strukturieren. Die Vorlagen dafür bildeten Fotografien
von aufgegebenen Räumlichkeiten eines ehemaligen Internats und einer Bauruine, die vormals Krankenhaus
und später ein Pflegeheim war. Automatisch wurde ich
mit dem Thema Sterben und Tod konfrontiert: Orte und Objekte, die nach dem Tod eines Menschen eine neue Bedeutung bekommen, welche im Laufe der Zeit mehr
und mehr verblasst. Diese besondere Struktur von
Raum und Zeit möchte ich beschreiben.
Gary Krüger, 2008
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